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7.4.2011 von admin.
Dieses Berufsbild gibt es jetzt ja schon ein paar Jahre. Es ist aber nicht so, daß vorher in der Branche keiner gearbeitet hätte. Neben den Bühnen-, Beleuchtungs- und Tontechnikern im Theaterbereich, die ja schon seit je her eine gute und fundierte Ausbildung genossen hatte, wimmelte es natürlich von mehr oder weniger ambitionierten und begnadeten Autodidakten, die die Konzert- und Touringbranche bevölkerten.
Das war zwar ziemlich undeutsch, führte aber dazu, daß sich ziemlich schnell die Spreu vom Weizen trennte. Wer gut war, sich engagierte und was drauf hatte, bekam die Jobs und machte ggf. Karriere. Der Rest ließ es dann von selber bleiben und lernte was “Anständiges”.
Seit ca. 10 Jahren gibt es nun den Ausbildungsberuf und ich habe nicht den Eindruck, daß das zu einer Niveauanhebung geführt hat. Im Gegenteil, man hat einer ohnehin schon renditeschwachen Branche erstmal ein Instrument an die Hand gegeben, um sich für ein paar Jahre mit billigen Arbeitskräften zu versorgen, die man hinterher in die Wüste schickt. Zu Lasten der unzähligen Freelancer und natürlich auch, um im Preiskampf zu überleben. Man muß sagen, es geht auch kaum anders, weil die Eventbranche von viel zu viel unregelmäßigen Intervallen gesteuert ist, als daß man es sich leisten könnte, mit festen Mitarbeitern zu arbeiten und diese auch noch einigermaßen fair zu bezahlen.
Es gibt in der Branche Firmen, die z.T. 5o Auzubis und Praktikanten bei nur 2-3 festen Mitarbeitern beschäftigen. Das funktioniert auch nur deswegen, weil es möglich ist, bei den meisten Tätigkeiten einen einigermaßen belichteten Zeitgenossen in einer Woche soweit anzulernen, daß er in der Lage ist, selbstständig einen Beamer und ein Mikrofon anzuschließen. Mehr wird meistens nicht gefordert und das Zeit eines ganzen VAT-Techniker-Lebens.
Wer mehr erreichen will, der muß selber etwas dafür tun und sehr viel Freizeit opfern. Das geht aber auch ohne Lehrstelle. In sogenannten Ausbildungsbetrieben bekommt man oft nicht wirklich viel vermittelt. Die Ausbildereignunsprüfungen seitens der IHK sind teilweise haarsträubend. Es reicht meistens aus, den Willen zu bekunden und irgendeine Art von Gewerbetätigkeit in der Branche nachzuweisen. Zum Teil durften sogar Messebauer ausbilden, da sahen die Azubis dann in der Zwischenprüfung das erste mal ein Mischpult aus der Nähe. Dafür werden dann jedoch Heerscharen von Azubis ohne wirklich brauchbare Kenntnisse durch die Prüfung gedrückt, mit einem Abschluß mit dem man so gut wie nichts anfangen kann, außer Hausmeister in irgendeiner Stadthallle zu werden.
Super Idee, absolut absehbar und stark verbesserungswürdig. Ich weiß nicht, ob man guten Gewissens zu so einer Ausbildung raten kann.
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7.4.2011 von admin.
Soeben komme ich von der sogenannten “Leitmesse für die Veranstaltungsbranche” zurück.
Erstaunlich war zunächst einmal, daß ich von dieser Messe, die mehr oder weniger direkt vor unserer Nase in der Mannheimer Maimarkthalle stattfindet, überhaupt nichts wußte. Hätte sich gestern nicht einer der dort hantierenden Techniker bei uns einen Übertrager ausgeliehen, um seine Brummprobleme in den Griff zu bekommen, ich hätte gar nichts mitbekommen.
So ging es wohl auch der kompletten regionalen Eventbranche, denn weder bei den Ausstellern noch bei den Besuchern war irgendeiner zu sehen. Außer mir, wohlgemerkt. Also bin ich nach umständlicher Akkreditierung eine halbe Stunde durch die Halle gelaufen, habe dem besagten Techniker mal kurz Hallo gesagt, und mich dann wieder subtrahiert.
Man fragt sich, wozu das ganze eigentlich gut ist und an wen sich diese “Leitmesse” eigentlich richten soll. Zahlreiche Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet, vornehmlich Hotels, langweilten sich offensichtlich den ganzen Tag mangels Besuchermasse, andererseits kann man auch nicht erwarten, daß sich ein regionaler Veranstalter oder Eventdienstleister für das Angebot eines Tagungshotels an der Grenze zu Polen interessiert. Ein bischen Bespaßungsprogramm auf einer Livebühne noch abgefackelt, daß wars dann. Da können einem die Aussteller wirklich leid tun. Und der Veranstalter sollte sich fragen, inwieweit seine Kompetenzen bei der Vermarktung von Events eigentlich selber reichen.
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